Neues zu WordPress 7.0
Neues zum Theme 2027

Standardthemes

WordPress anpassen

Wann erscheint WordPress 7? WordPress 7 erscheint mit 3–4 Wochen Verzögerung, also Ende April 2026.

Ursprünglich war der 9. April vorgesehen. Wie bei WordPress üblich, kann sich das Major Release auch noch verschieben. Doch zunächst: Ist WordPress 7 völlig anders als WordPress 6? Gibt es einen ganz großen Sprung?

Gibt es einen großen Sprung von 6 auf 7?

Nein, die glatte Zahl hat keine Bedeutung. Das Update von 6.9 auf 7.0 ist nicht spektakulärer als das von 6.8 auf 6.9. Bei WordPress wird einfach weitergezählt. Hier sind die Basics zur Bezeichnung der WordPress-Versionen:

Major und Minor Updates

Bei WordPress wird grundsätzlich zwischen Major- und Minor-Updates unterschieden. Beide Update-Arten erfüllen unterschiedliche Zwecke und haben verschiedene Auswirkungen auf deine Website.

Major Updates

Major Updates erkennst du an Versionssprüngen, zum Beispiel von 6.8 auf 6.9 oder von 6.9 auf 7.0. Die Major Updates bringen neue Funktionen mit.

Typische Merkmale
  • Neue Funktionen (z. B. Verbesserungen im Editor)
  • Größere Änderungen an der Benutzeroberfläche
  • Technische Weiterentwicklungen im Core
  • Teilweise auch Änderungen an bestehenden Funktionen
Was du beachten solltest

Major Updates können Auswirkungen auf Themes und Plugins haben. Deshalb solltest du vor dem Major Update immer ein Backup erstellen und idealerweise zuerst in einer Testumgebung prüfen, ob nach dem Update weiterhin alles funktioniert. Tipp: Backup Migration ist ein prima Backup-Plugin.

Minor Updates

Minor Updates erkennst Du an den drei Ziffern, zum Beispiel von 6.9.3 auf 6.9.4. Diese Updates sind zwar unauffälliger, aber trotzdem wichtig.

Typische Merkmale
  • Sicherheitsupdates
  • Fehlerbehebungen (Bugfixes)
  • Kleine Verbesserungen im Hintergrund
Was Du beachten solltest

Minor Updates werden in der Regel automatisch installiert, da sie keine großen Änderungen enthalten und die Stabilität Deiner Website verbessern. Sie sind fast immer unkritisch und sollten nicht übersprungen werden.

So weit zu den Update-Bezeichnungen, jetzt aber zu den Neuerungen von WordPress 7.0!

Neue Gutenberg-Blöcke

Seit WordPress 5.5 gibt es den Gutenberg-Editor. Installieren musst du ihn aber nicht, er ist in WordPress schon arn Bord. Installiere auf keinen Fall das Gutenberg-Plugin, es ist nur für Beta-Tests konzipiert!

Neu ist der Breadcrumbs-Block, zu Deutsch Brotkrümel-Block. Baue ihn ein, wenn du eine „Brotkrümel-Navigation“ haben möchtest, also so eine Navigations-Spur wie hier:

Startseite / Kategore / Unterseite

Um den Brotkrümel-Block auszuwählen, klickst du zunächst auf das Plus-Zeichen, also den Block-Inserter. So geht es weiter:

  1. „bread“ in die Blocksuche eingeben
  2. Breadcrumbs auswählen
  3. Breadcrumbs-Block einfügen

PS: Breadcrumb-Navigationen erhöhen die Barrierefreiheit Deinrer

Icon-Block

Du möchteset deine WordPress-Website mit Symbolen anreichern? Auch dafür gibt es einen Block. So wählst du den Icon-Block aus:

  1. „icon“ in die Blocksuche eingeben
  2. Icon auswählen
  3. Icon-Block einfügen und Icon auswählen

Die Icon-Bibliothek von WordPress

In der Icon-Bibliothek stehen jetzt diverse Pfeile und weitere Symbole zur Verfügung. Schluss mit Copy & Paste von anderen Websites, um mal schnell ein passendes Symbol in einen Beitrag oder eine Seite einzufügen. Das geht jetzt direkt.

Im Beispiel wurde das Icon mit der Musiknote gewählt. Es eignet sich prima, um auf eine Audiodatei hinzuweisen.

Table of Contents-Block

Table of Contents heißt auf Deutsch Inhaltsverzeichns. Dieses Inhaltsverzeichnis erstellt der Block automatisch auf den Überschriften.

Kein Plugin mehr nötig

Früher brauchte man dafür noch ein Plugin, jetzt ist das TOC schon in WordPress enthalten. Find ich prima, denn jedes Plugin verlangt Aufmerksamkeit.

Mehr Kontrolle über Block-Layouts

Gute Nachricht für alle, die lieber mit Schaltflächen als mit CSS-Code arbeiten: Die Steuerung von Abständen und Ausrichtungen wurde an vielen Stellen verbessert.

Du kannst jetzt globale Layout-Einstellungen im Stilbuch einfacher definieren und sie auf einzelne Seiten oder Abschnitte anwenden.

Verbesserte Block-Patterns

Die Block-Patterns wurden erweitert und sind jetzt noch einfacher zugänglich. Du kannst komplette Seitenabschnitte mit wenigen Klicks einfügen und anpassen. Außerdem lassen sich eigene Patterns speichern und wiederverwenden, was vor allem bei größeren Projekten hilfreich ist.

Intuitivere Bearbeitung

Die Benutzeroberfläche wirkt insgesamt aufgeräumter. Viele Funktionen sind schneller erreichbar, und die Inline-Bearbeitung wurde optimiert. Texte, Bilder und Medien lassen sich direkter bearbeiten, ohne ständig zwischen Menüs wechseln zu müssen.

Full Site Editing wird weiter ausgebaut

Full Site Editing ist ein zentraler Bestandteil von WordPress. In Version 7.0 wurde dieses Konzept weiter verfeinert. Du kannst jetzt noch mehr Bereiche direkt im Editor anpassen. Außerdem führt jetzt ein neuer Weg in den Website-Editor, Wer in der Themeverwaltung auf den blauen Button klickt, kommt sofort in den Website-Editor.

Kein neues Theme

Ein neues Theme ist in WordPress 7.0 nicht enthalten, und das war es auch nicht bei 6.9. Dass es kein Standardtheme Twenty Twenty-Six im Theme Directory von WordPress gibt, ist kein Versäumnis, sondern ein Signal. WordPress entfernt sich bewusst von der Idee, jedes Jahr ein neues fertiges Design zu liefern, und setzt stattdessen auf mehr Designoptionen im Core.

Die Neuerungen im Design finden in WordPress nicht mehr über Themes statt, sondern über neue Features in den Gutenberg-Blöcken und im Website-Editor. Das Theme Twenty Twenty-Five wird uns also noch eine Weile als Standardtheme erhalten bleiben. Vielleicht ändert WordPress ja auch den Zyklus und neue Themes erscheinen im zweijährigen Abstand. Das fände ich gar nicht so schlecht.

Template-Verwaltung verbessert

Die Verwaltung von Templates ist übersichtlicher geworden. Du erkennst schneller, welche Vorlage wo verwendet wird, und kannst Anpassungen gezielter vornehmen. Auch das Erstellen eigener Templates funktioniert intuitiver.

Bessere Template-Filter

Die Filterfunktion in der Template-Verwaltung wurde verbessert. Templates lassen sich nun per Häkchen in der rechten Seitenleiste nach verschiedenen Eigenschaften filtern.

Performance-Optimierungen

Schnellere Ladezeiten

WordPress 7.0 bringt Verbesserungen bei der Ladegeschwindigkeit durch optimierte Datenbankabfragen und effizienteres Laden von Skripten. Das ist gut für die Suchmaschinenoptimierung. Google mag keine langsamen Websites.

Besseres Caching-Verhalten

Das interne Caching wurde verbessert, wodurch Seiten schneller ausgeliefert werden. Besonders bei stark frequentierten Websites macht sich das bemerkbar.

Optimierte Bildverarbeitung

Die Bildverarbeitung wurde weiter optimiert. Uploads sind schneller, und Bilder werden effizienter in verschiedenen Größen bereitgestellt. Das verbessert sowohl die Ladezeit.

Google Fonts einfacher lokal installieren

Das Einfügen von Fonts wurde erleichtet. Einfach auf Design / Fonts klicken und dann bei Install Fonts Google anzapfen und die gewünschte Schriftart lokal installieren. Damit ist die Abmahngefahr wegen Google Fonts gebannt.

Zur Kontrolle dann am besten auf die Registerkarte Bibliothek klicken. Wenn alles geklappt hat, ist der neue Google Font dann darin enthalten,

Abmahnungen wegen Google Fonts vermeiden

Google Fonts-Abmahnungen, war da nicht mal was? Ja, im Jahr 2023 waren WordPress-Admins von einer Google Fonts-Abmahnwelle betroffen. Grund war allerdings nicht die Verwendung der Google Fonts, sondern die Art und Weise der Einbindung. Es gibt diese beiden Möglichkeiten:

Keine lokale Speicherung der Google Fonts:

Der vom Admin eingesetzte Google Font wird, sobald Besucher die Website aufrufen, von den Google-Servern geladen? Das ist schlecht, denn dann werden Informationen über das Besucherverhalten an Google weitergeleitet. Es besteht also eine Auftragsdatenverarbeitung (AV): Rechtlich gesehen erhebt der der Seiten-Admin Daten im Auftrag von Google. Damit zieht er Abmahner an.

Lokale Speicherung des Google Fonts: Keine Abmahngefahr.

Wenn du den eingesetzten Google Font lokal, also innerhalb der WordPress-Installation speicherst, werden keine Besucherdaten weitergegeben. Eine Auftragsdatenverarbeitung findet nicht statt, die Abmahngefahr ist gebannt.

Verbesserte Sicherheit

Bessere Sicherheitsmechanismen

WordPress 7.0 bringt zusätzliche Sicherheitsverbesserungen mit. Dazu gehören strengere Validierungen und eine bessere Absicherung gegen typische Angriffsvektoren.

Updates im Hintergrund

Automatische Updates funktionieren zuverlässiger und flexibler. Außerdem kannst Du jetzt genauer steuern, welche Komponenten automatisch aktualisiert werden sollen.

Barrierefreiheit und Usability

Barrierefreiheit

Diverse Bereiche wurden angepasst, um die Nutzung für alle Benutzer zu erleichtern. Dazu gehört neben dem Breadcrumbs-Blick auch die bessere Benutzerführung im Backend.

Medien und Mediathek

Flexiblere Mediathek

Die Medienbibliothek wurde übersichtlicher gestaltet. Neue Filter- und Suchfunktionen wurden ergänzt. Außerdem werden in der Mediathek die Dateinamen der Bilder sofort angezeigt.

Verbesserte Einbindung von Medien

Das Einfügen von Bildern, Videos und anderen Medien wurde optimiert. Es gibt jetzt mehr Einstellungsmöglichkeiten.

Verbesserungen für Entwickler

Erweiterte API-Funktionen

Für Entwickler bringt WordPress 7.0 neue und erweiterte APIs. Diese erleichtern die Integration von Drittanwendungen und die Entwicklung individueller Lösungen.

Bessere Block-Entwicklung

Die Erstellung eigener Blöcke wurde vereinfacht. Neue Tools und Dokumentationen helfen Dir dabei, schneller und sauberer eigne zu entwickeln. Außerdem wurden bestehende Schnittstellen stabilisiert.

Modernere Codebasis

Die Codebasis wurde weiter modernisiert. Das betrifft unter anderem die Nutzung aktueller PHP-Standards und eine bessere Strukturierung des Codes. Achtung: Du musst etwa 1 mal pro Jahr die PHP-Version deines Servers bei deinem Hoster aktualisieren. Das gilt nicht nur für Entwickler, sondern auch für „einfache Anwender“.

WordPress 7.0 Fazit

Gut gemacht, liebe WordPress-Entwicklerinnen und Entwickler! Die Version 7.0 ist ein weiterer Schritt zu einem WordPress, das komplett über grafische Oberflächen zu bedienen ist. Elementor oder gar ein Pagebuilder-Theme braucht heute niemand mehr. WordPress lässt sich sowohl ohne Pagebuiler wie auch ohne HTML- und CSS-Kenntnisse bedienen.

Einziger Kritikpunkt: die Navigation

Immer noch sehr gewagt, um es vorsichtig auszudrücken, ist die Bearbeitung der Navigation. Da hat sich mit 7.0 nichts geändert, ich hoffe auf Version 7.1. Schauen wir mal.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert